Galerie Böhner seit 1995

3. AUSSTELLUNG
ZUM 30. JUBILÄUM

09.11. – 29.12.2025

Schwetzinger Straße 91
D-68165 Mannheim
Mobil:
+49 (0) 177 400 6 222
Öffnungszeiten:
Mittwoch-Freitag: 14-17:30 Uhr, Samstags: 11-15 Uhr sowie nach Vereinbarung



Einladung ansehen

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Laudatio 1 der Ausstellung lesen

 

Danksagungen von Mannheims Kulturbürgermeister Thorsten Riehle und Galerist Dr. Claus-Peter Böhner-Fery

Laudatio 2 und Danksagungen öffnen

Meine sehr geehrten Damen & Herren, liebe Künstlerinnen & Künstler,

ich freue mich, dass Sie hier heute so zahlreich anwesend sind, um mit uns gemeinsam die letzte und damit 3. Jubiläumsausstellung der Galerie Böhner zum 30jährigen Bestehen zu feiern.

Begrüßen Sie mit mir an dieser Stelle auch unseren heutigen Ehrengast, den Kulturbürgermeister der Stadt Mannheim, Thorsten Riehle, auch in seiner Eigenschaft als Dezernent für Wirtschaft, Arbeit und Soziales.

Wir möchten an dieser Stelle auch noch einmal kurz Dank sagen für die Bereitschaft der Stadtspitze Mannheims, namentlich dem Oberbürgermeister Christan Specht wie dem hier anwesenden Kulturbürgermeister Thorsten Riehle das Jubiläum der Galerie Böhner mit einem Beitrag für unseren Jubiläumskatalog zu würdigen als auch heute hier heute mit einem persönlichen Redebeitrag des Kulturbürgermeisters.

Wir wissen, dass das nicht selbstverständlich ist. Aus diesem Grunde möchte ich das Wort jetzt auch zunächst an Herrn Riehle übergeben; Bitte schön: Sie haben das Wort!

Sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kunstinteressierte,

üblicherweise kommen die Menschen zur Kunst – sie müssen anreisen, um sich eine Ausstellung in verschiedenen Veranstaltungshäusern anzusehen. Bei dem Konzept der Galerie Böhner, die seit 1995 erfolgreich besteht, kommt die Kunst zu den Menschen, nämlich an den Ort, an dem sie arbeiten.

Den beiden kreativen Initiatoren Dr. Claus Peter Böhner-Fery und Gerold Maier möchte ich recht herzlich zum 30. Jubiläum der Galerie Böhner gratulieren, die die Kunst seither so unkompliziert unter die Leute bringt.

Maier und Böhner-Fery gründeten die Galerie ursprünglich 1995 in Heidelberg, zogen aber bald in die Quadratestadt. Mittlerweile wird die Kunst an ganz unterschiedlichen Schauräumen in der Metropolregion Rhein-Neckar präsentiert, sogar eine Partner-Galerie in Tokio ist hinzugekommen.

Dabei wurde stets dem ursprünglichen Gedanken treu geblieben: Eine Galerie soll keine alleinstehende Oase sein – die Kunst muss dorthin, wo Menschen arbeiten. Die Kunstauswahl der Galerie Böhner ist dabei abwechslungsreich, um diejenigen, die sie betrachten, auch anzusprechen und mit verschiedenen Gattungen und Stilrichtungen in Berührung zu bringen.

Entsprechend setzen sich die Ausstellungen aus Kunst von vielen verschiedenen renommierten, internationalen Künstler*innen, aber auch Newcomern aus der Region zusammen. Neben den regelmäßigen Ausstellungen und Vernissagen an den Standorten in Mannheim ist die Galerie seit Jahren auch auf verschiedenen internationalen Kunstmessen vertreten.

Trotzdem bleibt die Galerie Böhner in Mannheim präsent: in der Schwetzinger Vorstadt mit einem Schauraum, in dem primär Einzelausstellungen präsentiert werden und künftig auch im kernsanierten und unter Denkmalschutz stehenden KOROS Haus mit dem langjährigen Kooperationspartner, dem Bechtle IT Systemhaus Mannheim, wo die großen internationalen Gemeinschaftsausstellungen gezeigt werden.

Durch den Ansatz, Kunst am Arbeitsplatz zu zeigen, haben Böhner-Fery und Maier der Mannheimer Kultur- wie auch der Arbeitsweit einen großen Dienst erwiesen. Ich wünsche der Galerie Böhner weitergin großen kreativen und unternehmerischen Erfolg für ihre aussichtsreiche Zukunft.

Vielen Dank, Herr Riehle, für die treffende Beschreibung. Meine sehr geehrten Damen und Herren, erlauben Sie mir an dieser Stelle in ein paar groben Zügen auf die Geschichte der Galerie Böhner zu sprechen zu kommen; ich sage bewußt in groben Zügen, denn in aller Ausführlichkeit würde das hier heute den Rahmen sprengen. Jetzt also ein paar Stichpunkte:

1995 Gründung der Galerie A1 in der Akademiestrasse 1 in Heidelberg als Produzentengalerie, 1996 Umzug von Heidelberg nach Mannheim in die Schwetzinger Straße 91 in die ehemaligen Räume von Angelo Falzone – ehemals Halskratz Galerie. 1998 Umzug an den Willy-Brandt-Platz in Mannheim in einen der beiden Zwillingstürme und Beginn der Kooperation mit der Wirtschaft, u.a. mit Regus, Prof. Homburg und Partner, j&m Consulting, Ernst & Young als auch Bechtle, woraus sich im Falle vom IT-Systemhaus Bechtle eine erfolgreiche Zusammenarbeit von jetzt schon mehr als 23 Jahren ergab, die bis heute anhält – 2025 letzter gemeinsamer Umzug ins kernsanierte und unter Denkmalschutz gestellte Wirtschaftsgebäude aus den 70er Jahren mit Kunst am Bau, Bau als Kunst und (jetzt durch das Engagement der Galerie Böhner) Kunst im Bau. Ein Gebäude, was ohne Übertreibung seinesgleichen sucht, eine architektonische Meisterleistung.

Die Kooperation mit der Wirtschaft beruhte in dieser Form auf einem neuen Ausstellungskonzept, die Kunst dorthin zu bringen, wo sich das Leben abspielt; die Kunst mit dem Alltag – mit dem Berufsalltag zu verbinden, um das neue Interessentenspektrum zu potenzieren. Dadurch sind in mehr als 23 Jahren Ausstellungen und Kontakte zwischen den Menschen entstanden, die auf anderen Wegen so nicht möglich gewesen wären und die dazu beigetragen haben, den kulturellen Horizont aller Beteiligten zu erweitern, wenn diese denn bereit dazu waren. Ein Galeriekonzept als Inhousekonzept, d.h. eine Galerie als fester und autonomer Bestandteil einer Unternehmenseinheit.

Ab 2002 regelmäßige Teilnahme der Galerie Böhner an nationalen und internationalen Kunstmessen in Salzburg, Innsbruck, Graz, Bozen, Berlin, Köln, Luxemburg, Mailand, Antwerpen, Brüssel, Straßburg und Paris. Es wurden Künstlergruppen aus Belgien, der Türkei und Südkorea in der Quadratestadt vorgestellt. Und es entstanden wichtige Kooperationen mit anderen Galerien: aus Viernheim mit dem Kunstraum von Gerdi Gutperle und der Smart Ship Galerie in Tokio. Der Galerie wurde zudem ein artonline Kunstmagazin angeschlossen: das www.kunst-spektrum.de. In den Galerien haben wir Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen organisiert.

Auch die 3 expliziten Jubiläumsausstellungen in diesem Jahr haben wir als Gruppenausstellungen organisiert mit Künstler*innen, mit denen wir schon länger arbeiten als auch mit Künstler*innen, mit denen wir zukünftig arbeiten werde. Eine Weiterentwicklung unseres künstlerischen Programms ist uns immer wichtig gewesen als auch der Rückgriff auf Bewährtes!

In dieser Gruppenausstellung hier heute haben wir unterschiedliche Stile und Ausdrucksformen versammelt: Bilder, Malereien, Fotografie, Skulpturen und Objekte:

Bei Ursula Durr-Land aus Frankreich ist das Besondere die Bleistiftzeichnung auf Leinwand; Karin Durstberger aus Österreich ist mit zarten Tänzerinnen in Aquarelltechnik vertreten, die nahezu seriell daher kommen. Sabine Gleser, Gerdi Gutperle und Ulrich Woessner sind Bildhauer. Sabine Gleser und Gerdi Gutperle verwenden in dieser Ausstellung das gleiche Material, nämlich Keramik. Die beiden Bildhauerinnen arbeiten – wie bereits erwähnt – teils mit den gleichen Techniken und Ausdrucksformen; sie unterscheiden sich im Wesentlichen von der Farbigkeit. Während Sabine Gleser die gedeckten Farben bevorzugt, arbeitet Gerdi Gutperle sehr gerne mit leuchtenden Farben, wie die große Skulptur mit dem Titel „Lebensfreude“ augenfällig macht.

Ulrich Woessner dagegen bedient sich bei den Fundstücken der Natur. Sein künstlerisches Werk basiert auf der Sanierung seines Fachwerkhauses. Durch die Arbeit am Haus stieß der Künstler immer wieder auf Fundstücke in der Natur, die er in einen neuen Zusammenhang gebracht zur Kunst machte. Bei Ulrich Wallner aus Wien verhält es sich ähnlich; er gibt den Fundstücken aus dem Alltag (vom Sperrmüll, Flohmärkten etc.) eine zweite Chance, in denen er daraus neue Kunstwerke macht und der Wegwerfgesellschaft einen Spiegel vorhält.

Mit Wandobjekten/Assemblagen sind auch Hans Dieter Zingraff und Gerdi Gutperle vertreten. Während Zingraff dabei eine Verbindung von Architektur und bildender Kunst erschafft, erinnern Gerdi Gutperles aus Kunststoff und Holz erschaffene Arbeiten an leuchtende Reliefs.

Vera Ludwig-Loster, die zweifelsohne von der Grafik kommt, lässt in ihren bunten Werken den Scherenschnitt wieder aufleben. Savas Karagözlü aus Izmir/Türkei geht es in seinem Werk nicht um bloße Tierbilder/Pferdeköpfe, er läßt vielmehr durch die Art der Pinselführung Emotionen entstehen oder anders formuliert: Atmosphäre fühlbar werden. Auch der Karlsruher Künstler Günter Valentin Guster erschließt surreale Traumwelten in seinen phanastischen Arbeiten.

Der Abstraktion zuzuordnen sind die Künstlerinnen Ilse Hartl, Sumiko Mizuno, Natalya Radünz, Brigitte Sannemüller und Melanie V. Temme. Gemeinsam ist ihnen der Mut zur Farbe. Sie sind darüber hinaus mit unterschiedlichen Themen und Techniken vertreten.

Ilse Hartl (pure Malerei, lässt den Emotionen freien Lauf) genau wie Nataly Radünz, die ihre Abstraktionen immer wieder mit konkreten Formen versetzt; wir treffen hier also auf eine Kombinationsmotivik. Brigitte Sannemüllers großformatige Arbeiten erinnern an das Informel, sind aber in unserem Zusammenhang eine Kombination aus gedeckten Farben und selbstgeschöpftem Papier.

Melanie V. Temme, von der Jalusientechnik kommend, macht sich von dieser Form mittlerweile etwas frei, entwickelt sich weiter, in dem Sie auch mit sehr kleinen Formaten experimentiert (man betrachte die originelle Serie „Karlsruher Stadtteile“). Sumiko Mizuno aus Japan lädt uns in ihre Welt des Mikrokosmos ein, ein Kosmos aus lebensfroher Farbigkeit und spezifischen Formen; ein Kosmos, den wir bitteschön entschlüsseln mögen.

Zum Abschluss noch auf ein Wort zu der aus Viernheim stammenden Fotografin Beatrice Harder, die hier quasi ein Heimspiel hat. Beatrice Harder macht sich nicht unbedarft an die Arbeit; sie überlegt sich zunächst ein Thema, was sie hernach konsequent umsetzt. In unserem Fall ist es das Thema Müll, was Bea Harder mir vorgeschlagen hat. Ich fand das originell, mutig und wichtig – und somit wurde es kurzerhand umgesetzt, so ich das von Bea kenne und schätze: nicht in tradierten Bahnen wandern, sondern die Fotografie als immerwährende Herausforderung begreifen. Das könnte auch generell als Motto für die bildende Kunst in allen Bereichen gelten. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!

Texte: Kulturbürgergeister Thorsten Riehle & Galerist Dr. Claus-Peter Böhner-Fery

 

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Presse: MANNHEIMER MORGEN: Kunst, Wandel, Inspitation: 30 Jahre Galerie Böhner in Mannheim

Wie die Mannheimer Galerie Böhner seit 30 Jahren Kunst und Menschen zusammenbringt – und dabei immer wieder neue Wege findet, ein Publikum zu erreichen.


Presse-Artikel aus dem MANNHEIMER MORGEN ansehen

 

• 17. September 2025

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